Blutbrot

Wie gelang Josef Mengele, Adolf Eichmann und weiteren (namhaften) Nationalsozialist*innen die Flucht nach Südamerika? Durch die Hilfe der Südtiroler Bevölkerung. Die Fluchtwege der Nationalsozialist:innen über den Brennerpass bis nach Rom werden nachgezeichnet, die Schuldfrage neu gestellt. Die Landschaft will jedoch nicht passiert werden, beginnt auf das auf ihr Stattfindende zu reagieren, sich zu verändern, findet selbst zur Sprache. Die Vergangenheit findet durch die Landschaft, das krankende Mutterkorn und das daraus gebackene Brot zurück in die Körper des Dorfes, schreibt sich in diesen ein und macht die Thematisierung der eigenen Vergangenheit unausweichlich.

Der Text entstand im Rahmen des Studiengangs Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien, betreut von Gerhild Steinbuch.

Die Vergangenheit in unseren Mündern schmeckt nach Blut.

Auszeichnungen

Aber nein wir sind nichtTäter? Nein!Das wäre auch gar nicht möglich, dass wir hier in unserem eigenen Stücknein, Täter, das geht nichtnein, das täten wir nichtnein, das täten wir nichtund nein, das tat ich nichtund nein, das tatst du nichtund nein, das täten wir nichtnein, niemals nichtin der Tatwir tun so etwas nichtwir taten nichtswir haben nichts getanwir werden nichts getan habennichts da, keine Tat bei unswir täten's nicht mal, wenn wir was getan haben würden

Blutbrot, edition laurin, innsbruck university press 2025


Uraufführung: Theater Aachen (26.09.2025)


Österreichische Erstaufführung: Theater am Werk, Wien (10.10.2025)