Wie gelang Josef Mengele, Adolf Eichmann und weiteren (namhaften) Nationalsozialist*innen die Flucht nach Südamerika? Durch die Hilfe der Südtiroler Bevölkerung. Die Fluchtwege der Nationalsozialist:innen über den Brennerpass bis nach Rom werden nachgezeichnet, die Schuldfrage neu gestellt. Die Landschaft will jedoch nicht passiert werden, beginnt auf das auf ihr Stattfindende zu reagieren, sich zu verändern, findet selbst zur Sprache. Die Vergangenheit findet durch die Landschaft, das krankende Mutterkorn und das daraus gebackene Brot zurück in die Körper des Dorfes, schreibt sich in diesen ein und macht die Thematisierung der eigenen Vergangenheit unausweichlich.
Die Vergangenheit in unseren Mündernschmeckt nach Blut.
Auszeichnungen
- 2026: Einladung zu den Autor:innenTheaterTagen Berlin, Deutsches Theater (Inszenierung: Jakob Weiss, Theater Aachen)
- 2026: Nominierung für den Nachspielpreis des Heidelberger Stückemarkts (Inszenierung: Tomas Schweigen, Theater am Werk Wien)
- 2025: Kleist-Förderpreis für neue Dramatik
- 2025: Österreichischer Buchpreis, Debüt
- 2025: Künstler:innenförderung der Südtiroler Landesregierung, Italien
- 2024: Literaturpreis der Universität Innsbruck
dass das hier derselbe Boden, aber ein anderes Landdass wir hier eigentlich, also ursprünglich, ein anderes Landdass dann aber der Kriegund nach dem Krieg Männer an Tischenwobei auch während dem Krieg bereits Männer an Tischenaber nach dem Kriegnoch mehr Männer an Tischenund nachdem Männer an Tischen wir zu einem anderen Landmit anderem Namen, anderer Sprache, aber wir immer noch dieselben

Uraufführung: Theater Aachen (26.09.2025)
- Dramaturgie: Dominic Friedel, Kerstin Grübmeyer
- Regie, Bühne, Musik: Jakob Weiss
- Schauspiel: Elke Borkenstein, Nola Friedrich, Thomas Hamm, Maurice Läbe, Philipp Manuel Rothkopf, Janina Sachau
- Kostüme: Elena Gaus
- Video: Luca Fois
- Licht: Dirk Sarach-Craig
- Regieassistenz, Abendspielleitung: Lena Matthias
- Regiehospitanz: Tamara Kosmala
Österreichische Erstaufführung: Theater am Werk, Wien (10.10.2025)
- Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf
- Regie: Tomas Schweigen
- Schauspiel: Isabella Händler, Thomas Frank, Lukas Koller, Josef Mohamed, Tamara Semzov, Violetta Zupančič
- Bühne, Video: Stephan Weber
- Kostüme: Giovanna Bolliger
- Musik: Martin Gantenbein
- Regieassistenz, Choreographie: Hannah Zauner
- Bühnen- und Kostümassistenz: Helena Hutten