Mundtot

Sie stehen auf den Spielfeldern, sie setzen sich und ihre Körper aus – den Bällen, den Blicken von außen. Sie sind versehrt, außen und innen, und sie beginnen zu sprechen: von dem, was lange ungesagt blieb, von unsportlichen Berührungen, von Konkurrenz und Solidarität, von Leistungsdruck und Bewertungen, von sexualisierten Körpern in zu knappen Trikots.
Es tritt ein wütender Handballerinnen-Chor auf, der die bestehenden Zustände, die Missstände im (Spitzen-)Sport und die politische Dimension dahinter nicht länger hinnehmen will. Gemeinsam klagen sie an.

Der Text entstand im Rahmen des Hans-Gratzer-Stipendiums sowie des Hans-Gratzer-Preises 2025 für das Schauspielhaus Wien.

Junge Frauenkörper mitwachsenden Schamlippenjunge Frauenkörper denen gesagt wirddass hier der Schambereichjunge Frauenkörper, die nicht wissenwelche Schamjunge Frauenkörper denen nicht gesagt wirdwarum das hier ihr Schambereich.


Auszeichnungen

nix Bauch, Beine, Powir haben Knie, Hüfte, Rückenwir haben keinen Halt, wir funktionierenbis wir halt brechen, mit all dem Körper an unsbeim Kauf waren wir nicht der Rede wertgeredet wird nicht auf unserem Feld, hier wird gespielt

Übersetzungen

  • Spanisch (Argentinien), von Micaela van Muylem: Calladita la boca

Uraufführung: Schauspielhaus Wien (16.01.2026)

Der Theatertext wird vom Rowohlt Theater Verlag vertreten.