Ein Sprech-Stück | Ein Stück Sprechen
Eine Tochter, die keine Tochter sein soll. Ein Erstgeborener, der nicht mehr ist. Eine Mutter, die geht. Ein Vater, allein mit der Tochter. Dazwischen der Boden, der hinsieht, der zuhört.
Auf Basis einer wahren Begebenheit wird vom Leben einer jungen Frau auf dem Dorf, ihrem Aufwachsen mit dem Vater und ihrer Emanzipation berichtet. In drei Sprech- beziehungsweise Sprachebenen macht der Text die Enge der dörflichen Gesellschaft ebenso wie die Deformation der Hauptfigur und ihr Aufbegehren gegen familiäre Zwänge spürbar. Va†erzunge begleitet die Hauptfigur auf ihrer Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität, dem Finden des eigenen Ichs, der eigenen Stimme und schreibt ihr ein neues Ende, das sie selbst nicht erleben durfte.
Der Text entstand im Rahmen des Autor:innenprogramms Drama Lab der Wiener Wortstaetten.
sie liegen lassendie Vater Spracheauf der Zungeliegen lassenund ausspucken
Auszeichnungen
- 2024: Einladung zu „4+1 Treffen junger Theaterautor:innen“ am Schauspielhaus Leipzig
- 2023: Nominierung Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarks
- 2022: Drama Lab der Wiener Wortstaetten
- 2022: Dramatiker:innenstipendium des Bundes, Österreich
Maria sprichtsich endlich ausnimmt das V A T E Rerweicht es im Mundnimmt ihm das VertrauenVnimmt ihm ihren SchreiAlässt die Tochter aus ihm entweichenTsieht den Wunsch nach einem Sohnnimmt ihn rausERlässt das Wort im Mund zergehenund artikuliertV A † E R
Uraufführung: Tiroler Landestheater (24.05.2025)
- Dramaturgie: Elisabeth Schack, Anita Augustin
- Regie, Bühne: Blanka Rádóczy
- Schauspiel: Daniela Bjelobradić, Pasquale di Filippo, Florian Granzner, Sara Nunius, Cansu Şîya Yıldız
- Kostüme: Elisabeth Vogetseder
- Musik, Chor: Maria Craffonara